"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Das Sozialwort der Kirchen 
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Das Sozialwort der Kirchen "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit" von 1997 - schon vergessen?

Sozialwort  des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz  zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland

Zusammenfassung in 10 Thesen (von Hildegard Remling, KAB-Diözesansekretärin, Eichstätt)

1 Die Kirchen wollen nicht selber Politik machen, sie wollen Politik möglich machen.
Ihre besondere Verpflichtung ist es: dem Anliegen jener Gehör Zu verschaffen, die im wirtschaftlichen und politischen Kalkül leicht vergessen werden.... der Armen, Benachteiligten und Machtlosen, auch der kommenden Generationen und der stummen Kreatur.

2. Die Qualität der sozialen Sicherung und das Leistungsvermögen der Volkswirtschaft bedingen einander.

3. Die Soziale Marktwirtschaft braucht eine strukturelle und eine moralische Erneuerung.
Reformfähigkeit hin zu einer sozial, ökologisch und global verpflichteten Marktwirtschaft. Zerstörerische Kraft von Egoismus und Eigennutz. Erbarmen drängt auf Gerechtigkeit.

4. In der sozialen Sicherung spricht nichts für einen Systemwechsel, Reformen sind aber
unerlässlich.

5. Die vordringlichste Aufgabe der Wirtschafts- und Sozialpolitik ist in den nächsten Jahren der Abbau der Massenarbeitslosigkeit.
Nicht der Sozialstaat ist zu teuer, sondern die Arbeitslosigkeit.

6. Der Sozialstaat dient dem sozialen Ausgleich. Darum belastet er die Stärkeren zugunsten der Schwächeren.
Sozialpflichtigkeit des Eigentums: Nicht nur Armut, auch Reichtum muss ein Thema der politischen Debatte sein.

7. Der Sozialstaat muss so weiterentwickelt werden, dass die staatlich gewährleistete Versorgung durch mehr Eigenverantwortung und Verantwortung der kleinen sozialen Einheiten gestützt wird. Er bedarf einer ihn tragenden und ergänzenden Sozialkultur.
Subsidiarität heißt zur Eigenverantwortung befähigen, ... nicht: den einzelnen mit seiner sozialen Sicherung allein lassen.

8. Die Ungleichheit der Lebensverhältnisse im Westen und im Osten Deutschlands wird noch lange Zeit spürbar bleiben. Das Geschenk der Einheit muss wirtschaftlich und sozial mit Leben erfüllt werden.

9. Die Menschen teilen die Welt mit den anderen Geschöpfen Gottes, Deutschland lebt in der Weit mit anderen Ländern. Solidarität und Gerechtigkeit sind unteilbar. Globalisierung ist kein Naturereignis, sondern wird gestaltet.
Nachhaltigkeit im Bezug auf Weltbevölkerung und Generationen.

10. Das Wort der Kirchen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands ist kein letztes Wort. Gespräch-. Welchen Zielen muss das wirtschaftliche und politische Handeln verpflichtet sein und auf welchem Weg sind diese Ziele am besten zu erreichen?

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