| Unser
pädagogisches Konzept - Unsere
Schwerpunkte
Um
einen Ansatzpunkt für die Förderung zu erhalten, ist es notwendig, die momentane
Situation der Kinder bzw. der Kindergruppe zu beobachten und zu erkennen, für welche
Themen die Kinder gerade besonders aufnahmebereit sind. So entdecken z.B. die Kinder im
Frühjahr die ersten Knospen und Tiere in unserem Garten oder werden von uns darauf
aufmerksam gemacht. In unserem Planungsprozess ergibt sich daraus das Leitmotiv "Wir
erleben das Erwachen der Natur". Die aktuelle Situation wird somit aufgenommen,
entsprechend umgesetzt und weitergeführt. Um all diese Sinneseindrücke zu vertiefen,
stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, z.B. die Bilderbuchbetrachtung, das
Malen des erlebten mit Wasserfarben, schneiden, falten, kleben. Zusätzlich werden noch
unterschiedlichste Materialien im Freispiel bereitgestellt. Der religiöse Bereich ist mit dem sozialen sehr eng verbunden, denn
ein Kind ist nur fähig eine Beziehung zu Gott aufzubauen, wenn es bereits eine Beziehung
zu sich, zu anderen und zu seiner Umwelt hat.

Für unsere Arbeit im Kindergarten gilt
es, die religiöse Erziehung als ganzes zu sehen. Wir bemühen uns,
religiöse Grundhaltungen im täglichen Miteinander erfahrbar zu machen.
Hierbei ist es wichtig, daß das Kind Gefühle bewußt erleben, ausleben
und verarbeiten kann (z.B. Freude auf die Gruppe, die täglichen Spiele,
Vertrauen, aber auch Ärger, Trauer u.ä.). Erst dann kann es sich in
andere einfühlen (Empathie). Um dies zu verstärken, erzählen wir
Geschichten von Jesus, singen religiöse Lieder, beten gemeinsam und
feiern kirchliche Feste.
Wir leben in einer Zeit der sogenannten
"Kindergartenreform". Neue pädagogische Erkenntnisse und verschiedene
methodische Ansätze werden diskutiert. Unser Anliegen ist es daher, einen Einblick zu
geben in die von uns gewählte Arbeitsweise, die "kinderorientierte" Planung
nach Heike Zimmer. Wir möchten Ihnen Sicherheit geben auf die Frage: "Wie geht es
meinem Kind in diesem Kindergarten, ist es gut aufgehoben?". Gegenseitiges
Verständnis und eine gute Zusammenarbeit sollen Ihnen Mut machen, jederzeit offen mit uns
zu reden, fragen und Unklarheiten anzusprechen und Erziehungshilfen in Anspruch zu nehmen.
Der Kindergarten unterstützt und ergänzt die
familiäre Erziehung, um dem Kind die besten Entwicklungs- und
Bildungschancen zu geben. Er gewährt allgemeine und individuelle
erzieherische Hilfen, fördert die Persönlichkeitsentwicklung und
soziale Verahaltensweisen. Außerdem bietet er kindgemäße
Bildungsmöglichkeiten an und versucht Entwicklungsmängel
auszugleichen. Anders als früher hat der Kindergarten in den letzten
Jahren an Bedeutung gewonnen. Er gehört heute dazu - fast so wie die
Grundschule. Aufgrund der veränderten Familiensituation (überwiegend
Kleinfamilien, die sich häufig isolieren) ist es eine wichtige Aufgabe
des Kindergartens geworden, generationenübergreifende Beziehungen zu
unterstützten und zu fördern. Der Betreuungs-, Bildungs- und
Erziehungsauftrag soll sich deshalb pädagogisch und organisatorisch an
den individuellen Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien
orientieren.
(Grundlage: Artikel 7 des bayerischen Kindergartengesetzes)
Besonders wichtig ist die ganzheitliche Erziehung der Kinder.
Das bedeutet, daß für uns

gleichberechtigt nebeneinander stehen.
Womit
beschäftigt
sich Ihr Kind im Kindergarten ?
Während
der Freispielzeit kann das Kind selbständig zwischen dem vielfältigen Spiel- und
Beschäftigungsmaterial auswählen, womit es sich beschäftigen möchte, z.B. Bauen,
Malen, Basteln, Spielen in der Puppenwohnung, mit Puzzles, Tischspielen wie Memory usw.
Die Kinder können sich Ihre Spielkameraden bzw. Spielkameradinnen selber aussuchen und in
kleinen und größeren Gruppen oder auch alleine spielen. Für die Erzieher bietet sich
während des Freispiels die Möglichkeit, sich dem einzelnen Kind individuell zu widmen.
Außerdem gibt es sogenannte gelenkte Angebote für die ganze Gruppe, wie
Erzählungen, Turnen, Gespräche, Lieder, Anschauen von Bilderbüchern, Bastelarbeiten
usw. Die Beschäftigungen werden von der Erzieherin nicht wahllos angeboten, sondern
sorgfältig geplant und auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmt.
Bei schönem Wetter halten wir uns im Freien auf unserer Spielwiese auf oder
unternehmen Spaziergänge.
Wir veranstalten auch Feste und Feiern, wie Sommerfest, Martinszug, Weihnachtsfeier
usw., bei denen auch die Eltern mit einbezogen werden.
Wir wissen und achten, dass Sie als Eltern die erste Verantwortung für Ihr Kind tragen
und Ihre Erziehungspflicht ernst nehmen. Wir wollen also in keiner Weise die Familie
ersetzen, sondern nur Hilfe anbieten, durch die die persönliche Entwicklung Ihres Kindes
gefördert wird.
Wir wünschen, dass Ihr Kind gerne unseren Kindergarten besucht und hoffen auf eine gute
Zusammenarbeit mit Ihnen.
Warum
Teamarbeit ?
Sinnvolle
Kindergartenarbeit erfordert intensive Planung und bewusste Auseinandersetzung mit
pädagogischen fragen:
- Jahrespläne, Rahmenpläne /Leitmotiv) und Wochenpläne
werden erarbeitet, diskutiert und abgesprochen
- Elternabende, Feste und pädagogische Methoden werden
ausgearbeitet
- organisatorische Fragen und Terminabsprachen müssen
geklärt werden
- Informationen müssen weitergegeben und Entscheidungen
gemeinsam getroffen werden
- Fortbildungen werden weitervermittelt
- Kindbesprechungen werden durchgeführt
- Reflexionen und Nachbesprechungen sind erforderlich
Während unserer Vorbereitungszeit und im
Teamgespräch
sollen diese Dinge geklärt werden. Eine kurze Tagesbesprechung findet jeden Morgen statt.
...
das sollten Sie auch noch wissen!
Mit
welchen Institutionen arbeiten wir zusammen ? Jeder
Kindergarten ist Teil eines Gemeinwesens und hat mit einer Vielzahl von Kontaktinstanzen
zu tun. Unsere Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Grundschule Altdorf hat sich
als positiv für die Kinder erwiesen. Durch gegenseitige Besuche wird den Kindern Einblick
gegeben und Ihnen so die Angst vor dem Neuen und Unbekannten genommen.
Ebenso bedeutsam ist unser Kontakt zur Polizei. Mindestens einmal im
Kindergartenjahr besucht uns die Polizei im Kindergarten.
Durch gute Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern können rechtzeitig
Entwicklungsverzögerungen erkannt werden. ALs zusätzliche Hilfe stehen Frühförderung,
Vorsorgeuntersuchung und Beratungsstelle für Kinder, Eltern und Jugendliche
zur Verfügung. Bei entsprechenden Elternabenden können Sie sich über die verschiedenen
Institutionen informieren. Die Fachberatung der Caritas Eichstätt unterstützt uns
hinsichtlich unserer pädagogischen und organisatorischen Arbeit durch
Fortbildungsangebote, Arbeitskreise, Fachtagungen und Besuche.
Unsere Schwerpunkte
1. Sinneswahrnehmungen
Erster Schwerpunkt unserer Einrichtung
ist die Sinnesschulung. Unsere Kindergartenkinder haben die
Möglichkeit in unseren Intensivräumen, die jeder Gruppe angegliedert
sind, (Sonnenzimmer, bzw. Elfenzimmer) verschiedenste Sinneswahrnehmungen
zu machen. In den meisten Erziehungsinstitutionen wie beispielsweise
in den Schulen wird von unseren Kindern vorwiegend reproduktives
Denken gefordert. Kinder müssen Buchstaben, Zahlen und Fakten lernen,
und diese konkret wiedergeben können. Zudem fehlen ihnen die
Freiräume zum Experimentieren und handwerkliche Erfahrungen zu
machen. Die Errichtung eines Werkraumes lag uns somit sehr am Herzen.
Das Sammeln von vielen Sinneseindrücken gibt den Kindern die Chance
sensibel auf die Umwelt reagieren zu können, sowie ihre
gefühlsmäßigen und intuitiven Fähigkeiten weiter zu entwickeln,
denn Kinder sind mit allen Sinnen ansprechbar.
Sie erleben das Wachsen , Blühen und Sterben in der Natur intensiver
als wir. Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Sie
sind offen für alles Neue und zeigen großes Interesse an der Welt,
die sie umgibt und in der sie Leben.
In gleicher Weise schenken sie ihren Emotionen und Gedanken eine
große Aufmerksamkeit. Deshalb ist es für ein Kind zunächst wichtig,
umfassende Erfahrungen zu sammeln, indem es spürt, berührt und
fühlt. Wir sehen es als unsere Aufgabe an diese kindliche
Empfindungswelt durch die Sensibilisierung der Sinne positiv zu
unterstützen. Beobachten , erleben, fühlen und verstehen - das ist
unser Weg hier im Kindergarten St. Josef.
Sensibilität wird generell als eine
Gabe bezeichnet, mit der wir die uns ungebende Welt differenziert
erfassen und wahrnehmen können. Diese Fähigkeit zur Wahrnehmung und
Empfindung, die in unseren Sinnesorganen ihren Sitz hat, kann
verschüttet und vergessen werden, doch genauso gut ist es möglich,
sie durch verschiedene Praktiken wiederzuentdecken und zu trainieren.
Gerade mit Hilfe unserer Sinnesorgane nehmen wir die
unterschiedlichsten Informationen unserer vielfältigen Umwelt auf.
Sinneswahrnehmungen können durch
kindgerechte Meditationsübungen besser wahrgenommen werden.
Die Fähigkeit, sich etwas «in Gedanken ausmalen zu können, ist ganz
wesentlich für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Sie stellt die
Grundlage des Seelenlebens dar. In regelmäßigen Abständen
praktizieren wir meditative Entspannungsgeschichten.
Meditationspraktiken vermindern deutlich Nervosität und Anspannung
und beeinflussen Zustände der inneren Unruhe, Reizbarkeit und
Anspannung positiv. Die Konzentration verbessert sich spürbar.
Meditierende Kinder sind erhöht lern-, und merkfähiger. Unsere
Intensivräume sind eigenständige Bereiche, die zu Ruhe und
Konzentration führen. Den Materialien, die zur Gestaltung verwendet
werden kommt eine hohe ästhetische Bedeutung zu. (Licht, Stoffe,
Farben, Düfte, etc.). Der Bereich ist so ausgestattet, das möglichst
alle Sinne angesprochen werden. Um immer neue Anreize zu schaffen,
denn so entwickelt das Kind Eigeninitiative und Phantasie, werden
unsere Sinnesmaterialien im Laufe des Jahres ausgetauscht und zur
Lernsteigerung das Angebot dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst.
Mit Materialien aus der Natur
unterstützen wir die Entwicklungsprozesse, die durch
Entspannungsübungen ausgelöst werden, zusätzlich. Natürliche
Materialien bieten viel Raum für die Phantasie, denn durch ihre
Verschiedenheit regen sie zum Ausprobieren, Entdecken und Erforschen
an. Naturmaterialien ermöglichen somit das Sammeln von ganzheitlichen
Erfahrungen.
In diesem Bezug sollte auch gleich die
Wichtigkeit der religiösen Gestaltung im Alltag des Kindergartens
genannt werden. Die Hinführung zum Glauben darf nicht isoliert
betrachtet werden, sie integriert sich in unserem ganzen täglichen
Leben. In einer guten Atmosphäre des Vertrauens, des Geborgenseins
kann das Kind den Glauben erleben und erfahren. Wir bemühen uns, bei
den vielfältigen Erlebnissen, im Umgang mit der Schöpfung und mit
den Menschen, auf Gott den Urheber aller Dinge und des Lebens
hinzuweisen. So danken wir Gott täglich in kindgerechten Gebeten für
das reichliche Essen, das uns zuteil wird. Gemeinsame Feste des
Kirchenjahres sind für unsere Kinder immer wieder Höhepunkte, in
denen der Glaube lebendig zum Ausdruck kommt. Besonderen Wert legen
wir bei unseren Kindern auf das aktive Erfahren der belebten Natur.
Wir säen und ernten in unserem Garten und es finden sich auch
Naturerfahrungen wieder, die wir nach innen verlagern können, denn
Umwelt und Natur bieten ständige Lernanreize und erweitern den
Erfahrungshorizont des Kindes. Vor Ort entwickelt sich ein intensives
Bewusstsein für elementare Zusammenhänge und Naturvorgänge. Neben
der Fähigkeit des Staunens und der Freude am Entdecken der natur wird
das Empfinden und die Fürsorge für die Umwelt geweckt. Die Achtung
vor der Schöpfung wird grundgelegt.
2. Das spielerische Erlernen der
englischen Sprache
Besondere Förderung bedarf die
Vorschulerziehung unserer Kinder. So wird einmal wöchentlich ab
Oktober im Hinblick auf spielerisches Lernen gemeinsam mit den Kindern
etwas für die Vorschulmappe erstellt. Ein weiterer Schwerpunkt
unseres Kindergartens ist das Erlernen der englischen Sprache.
Vorschulkinder haben die Möglichkeit in unserem Musikzimmer, das sich
hinter der Bühne befindet, spielerisch die englische Sprache zu
erlernen. Nach dem Lesen mehrerer Artikel, die darauf beruhten, wie
leicht Kinder im Vorschulalter eine fremde Sprache erlernen können,
und welche Vorteile das für ihre allgemeine Entwicklung bringen kann,
brachten wir durch spielerische Bewegungserziehung den Kindern schon
in den letzten zwei Jahren diese Sprache mit Erfolg näher. Zur
Vertiefung des Gelernten hat auch dieses Jahr jedes Kind eine
Englischmappe mit Arbeitsblättern erhalten, die der jeweiligen Stunde
angepasst sind. |