Eitel Freude herrscht noch immer bei den Sternsingern
der Pfarrgemeinde Hl. Dreifaltigkeit aus Altdorf. Leonardo Collura (12),
Jan-Erik Piontek (13), Melanie Hadamek (12) und Vera Wisuseno (13)
vertraten mit Begleiter Christian Schmidt die Diözese Eichstätt beim
Empfang der Bundeskanzlerin in Berlin.
Insgesamt vertraten 108 Sternsinger aus ganz
Deutschland, je vier aus allen 27 deutschen Bistümern, die 500.000
Mädchen und Jungen, die sich rund um das Dreikönigsfest bundesweit an
der 53. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. „Ich habe mich schon sehr
darauf gefreut“, begrüßte Merkel die kleinen Könige mit einem Lachen.
„Ihr zeigt, dass Kinder stark sind und viel bewegen können. Anderen
helfen kann man nur, wenn man auf Andere zugeht und sie um Hilfe
bittet“, lobte die Bundeskanzlerin und dankte den Sternsingern für ihren
Einsatz für Kinder in Not. „Die Botschaft des Sterns, die ihr nach außen
zu den Menschen hier im Lande tragt, ist eine Botschaft, die anderen auf
der Welt helfen soll.“ Merkel versprach den Sternsingern bei kommenden
Auslandreisen in Entwicklungsländer, zum Beispiel nach Indien, die
Verantwortlichen daran zu erinnern, dass sie den Fortschritt nicht nur
für Reiche, sondern besonders für arme Menschen nutzen müssten. „Ich
werde auch davon erzählen, wie viel Gutes die Sternsinger aus
Deutschland für andere Länder tun“, sagte die Bundeskanzlerin zu. Dass
sie es mit der Unterstützung ernst meint, machte Merkel auch mit ihrer
Spende deutlich. Mit dieser unterstützt sie ein Bildungs-Projekt für
arme Kinder in Nordindien.
In Altdorf selbst sammelten die Sternsinger heuer
insgesamt 17.700 Euro. Vom 26. Dezember bis 5. Januar waren 45 Kinder
und Jugendliche als Heilige Drei Könige gekleidet in den Straßen von
Altdorf und fast allen Ortsteilen unterwegs, brachten den Menschen den
Segen „Christus segne dieses Haus“ und sammelten für Not leidende Kinder
in aller Welt. Leider machte es der Eisregen am Dreikönigstag nicht
möglich, dass alle Sternsinger ihr Ergebnis im abschließenden
Gottesdienst verkünden konnten. Aber ein paar wenige Unerschrockene
ließen sich nicht abhalten, trotz glatter Straßen ein letztes Mal die
Sternsinger-Gewänder anzuziehen, um auch bei diesem Gottesdienst noch
mitzuwirken. Pfarrer Börschlein dankte allen Begleitern für den
unermüdlichen Einsatz dieser zwei Wochen. Aber er stellte vor allem dir
Arbeit des Vorbereitungsteam in den Vordergrund: Christian Schmidt,
Ingrid Brix, Sabine Übelmesser, Elke Draxler und Verena Kunz hatten
unter der Leitung von Gemeindereferentin Brigitte Märx diese Aktion
organisiert. So konnte das letztjährige Ergebnis sogar um 1700 Euro
übertroffen werden.
Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion
Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für
Kinder entwickelt. Mehr als 730 Millionen Euro wurden seither gesammelt,
über 58.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika,
Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 52. Aktion zum
Jahresbeginn 2010 sammelten die Mädchen und Jungen aus 11.853
Pfarrgemeinden 40,6 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion
Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit,
Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie
Nothilfe.