| Zitate über Arbeit und Beruf | |||||
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AT, Sir 34, 26-27 Wer frei ist von Arbeit, kann
sich der Weisheit widmen. Wo man arbeitet, da ist Gewinn;
wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel. NT, Mt 10,10 Wer nicht arbeiten will, der soll
auch nicht essen. Schafft das Eure und arbeitet mit
euren eigenen Händen, damit ihr ehrbar lebt vor denen, die draußen sind, und
auf niemanden angewiesen seid. Aristoteles, 384-322 v.Chr., griechischer Philosoph und Naturforscher
Ora et labora (Bete und arbeite) Omnia in majorem Dei gloriam (Alles
zur größeren Ehre Gottes) Talmud Wer arbeitet und Mühe liebt, dem
hilft Gott. Fronarbeit steht nicht in der
Bibel. deutsches Sprichwort Damit dein Gebet wahrhaftig sei,
musst du in harter Arbeit stehen. Begnügst du dich mit dilletantischer
Lässigkeit, so wärest du unfähig, wirklich Fürbitte zu tun. Dein Gebet
findet zur Ganzheit, wenn es eins ist mit der Arbeit. Ehräm der Syrer Ein Mönch, der arbeitet, wird
von einem Teufel gezwickt – dem Arbeitsteufel; ein arbeitsscheuer dagegen wird
von zahllosen Dämonen überfallen. Warum suchst du die Ruhe, da du
zur Arbeit geboren bist? Leonardo da Vinci, 1452-1519, italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher Wer treu arbeitet, betet doppelt.
Wer untreu arbeitet, flucht doppelt. Martin Luther, 1483-1546, deutscher Augustinermönch, Reformator Es passt sich aber nicht, dass
einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während
es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist. Martin Luther, 1483-1546, deutscher Augustinermönch, Reformator Von Arbeit stirbt kein Mensch,
aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der
Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen. Vertraue so auf Gott, als ob der
Erfolg der Dinge ganz von dir, nicht von Gott abhinge; wende dennoch dabei alle
Mühe so an, als ob du nichts, Gott allein alles tun werde. Theresia von Avila, 1515-1582, spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, katholische Heilige Denke daran, dass selbst wenn du
in der Küche bist, sich Gott zwischen den Töpfen bewegt. Johannes vom Kreuz, 1542-1591, spanischer Mystiker, Karmeliterpater und Kirchenvater Wünsche nicht, alles zu tun,
sondern nur etwas, dann wirst du zweifellos vieles tun. Franz von Sales, 1567-1622, französischer Theologe, Ordensgründer der Salesianerinnen, Bischof von Genf, Heiliger Solange wir jung sind, arbeiten
wir wie die Sklaven, um etwas zu schaffen, wovon wir bequem leben könnten, wenn
wir alt geworden sind. Und wenn wir alt sind, merken wir, dass es zu spät ist,
so zu leben. Für seine Arbeit muss man
Zustimmung suchen, aber niemals Beifall. Voltaire, 1694-1778, französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer
Man arbeitet nicht allein, dass man
lebe, sondern man lebt um der Arbeit willen, und wenn man nichts mehr zu
arbeiten hat, so leidet man oder entschläft. Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel. Die Welt ist voll brauchbaren
Menschen, aber leer an Leuten, die den brauchbaren Mann anstellen. Heinrich von Kleist, 1777-1811, deutscher Dramatiker und Erzähler Arbeiten und nicht verzweifeln. Jeremias Gotthelf, 1797-1854, schweizerischer Erzähler Als Heilmittel gegen Sorge ist
Arbeit besser als Whiskey. Johann Heinrich Wichern, 1808-1881, deutscher evangelischer Theologe, 1858 Gründer des "Evangelischen Johannesstifts" in Spandau Gegen diese Isolierung des
Arbeiterstandes, gegen dieses Zertreten der Menschenkraft durch die Geldmacht
ist nun von demselben England, von welchem das Verderben ausgegangen ist, der
mächtige Antrieb zur Verbindung, zur Organisation der Arbeiter gegeben worden. Samuel Smiles, 1812-1904, schottischer Schriftsteller Meiner Ansicht nach bin ich reich
wie ein Krösus - nicht an Geld, aber reich, weil ich in meiner Arbeit etwas
gefunden habe, dem ich mich mit Herz und Seele widmen kann und das mich
inspiriert und meinem Leben einen Sinn gibt. Otto Eduard Leopold von Bismarck, 1815-1898, preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler Ich hätte für mein Leben gern
eine richtige, vernünftige Arbeit gehabt, statt die Zeit zu vertändeln. Leo Tolstoi, 1828-1910, russischer Dichter Der Mensch lebt nicht darum, dass
man für ihn arbeite, sondern dass er arbeite für andere. Leo Tolstoi, 1828-1910, russischer Dichter Welch schrecklicher Irrglaube unserer Welt,
Arbeit und Mühe seien eine Tugend. Durchaus nicht, eher ein Laster, denn
Christus hat auch nicht gearbeitet. Es genügt zu erwähnen, dass die
meisten Menschen auf Arbeit wie auf eine Gnade warten, um deutlich zu machen,
wie entsetzlich unser Leben ist, wie unsittlich, wie töricht. Der Arbeiter soll seine Pflicht
tun, der Arbeitgeber soll mehr tun als seine Pflicht. Carl Hilty, 1833-1909, schweizerischer Jurist Nicht sinnen und sorgen, sondern
bitten und arbeiten ist in allen schwierigen Verhältnissen das Richtige. Peter Rosegger, 1843-1918, österreichischer Schriftsteller Die Arbeit ist etwas unnatürliches. Die Faulheit
allein ist göttlich. Eine kleine Stelle, die du ganz
ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die größte, der du nicht genügst, ein
Pranger. Oscar Wilde, 1854-1900, englischer Schriftsteller irischer Herkunft Arbeit und Ruhe gehören zusammen
wie Auge und Lid. Dass diese sittliche
Qualifizierung des weltlichen Berufslebens eine der folgenschwersten Leistungen
der Reformation war, ist in der Tat zweifellos, und sie darf nachgerade als
Gemeinplatz gelten. Otto Julius Bierbaum, 1865-1910, deutscher Schriftsteller, Journalist, Zeitschriftenherausgeber und Anthologist Die heutigen Menschen glauben, dass
man die Arbeit so einrichten müsse, dass sie möglichst viel Ertrag abwerfe.
Das ist ein falscher Glaube; man muss die Arbeit so einrichten, dass sie die
Menschen beglückt. Ich glaube, dass auf der Welt
viel zu viel gearbeitet wird und dass unermesslicher Schaden hervorgerufen wird
durch die Überzeugung, Arbeit sei etwas Heiliges und Tugendhaftes. Albert Schweitzer, 1875-1965, elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph Der technologische Fortschritt
hat zur Folge, dass die Arbeitslosigkeit zunimmt, statt die Arbeitslast aller zu
vermindern. Albert Einstein, 1879-1955, deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die
Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder
wegzuwerfen. Niemals wird der Mensch sich
einverstanden erklären, wie ein Sisyphus zu arbeiten. Pablo Picasso, 1881-1973, spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer Arbeit ist sichtbar gemachte
Liebe. Sinclair Lewis, 1885-1951, US-amerikanischer Romanschriftsteller Ob einer Ernst macht, sieht man
nicht an den großen Entschlüssen, sondern an der kleinen Arbeit, tagaus,
tagein. Ernst Wiechert, 1887-1950, deutscher Schriftsteller Das Heiligste, das der Deutsche
hat, ist die Arbeit. Kurt Tucholsky, 1890-1935, deutscher Journalist, Satiriker Weil Denken die schwerste Arbeit ist, die es
gibt, beschäftigen sich auch nur wenige damit. Wirksam kann man die
Arbeitslosigkeit nur dann bekämpfen, wenn diejenigen, die Arbeit haben, bereit
sind, etwas von ihrer Arbeit abzugeben - und auch die dazugehörigen Einkünfte. Oswald von Nell-Breuning, 1890-1991, deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Ich nehme was kommt, und bitte
nur, dass mir die nötigen Fähigkeiten dazu gegeben werden. Auf alle Fälle ist
es eine gute Schule der Demut, wenn man beständig Dinge zu tun hat, die man mit
großer Mühe nur sehr unvollkommen fertig bringt. Aldous Leonard Huxley, 1894-1963, englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier Viele Menschen können überhaupt
nicht ausspannen. Die Welt ist voll von freiwilligen Zwangsarbeitern. Charles Stapleton Lewis, 1898-1963, englischer Schriftsteller Gehe
in deiner Arbeit auf, nicht unter. Erwerbstätigkeit ist und bleibt
für die Selbstachtung des Menschen, für seine Existenzsicherung und seine
Orientierung im Leben unverzichtbar. Richard von Weizsäcker, 1912-, deutscher Politiker, Bundespräsident
Der Mensch wird nicht erst durch die
Arbeit zum Menschen. Fang den Montagmorgen mit der
Stimmung von Freitagabend an. Phil Bosmans, 1922-, belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller Welcher Arbeit Sie auch in Ihrem
Leben nachgehen, machen Sie sie gut... Wenn Ihre Aufgabe darin besteht, die
Straßen zu fegen, dann fegen Sie, wie Michelangelo malte, wie Shakespeare
Gedichte schrieb und wie Beethoven komponierte. Fegen Sie die Straßen so, dass
all die himmlischen und auch die irdischen Heerscharen innehalten und sagen: Er
lebte als ein großer Straßenfeger und er hat seine Arbeit gut gemacht. Martin Luther King, 1929-1968, amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes Wer in der Arbeit nur einen
reinen Kostenfaktor sieht, dessen Preis soweit wie möglich gedrückt werden muss, der hantiert mit sozialem Sprengstoff, der rüttelt an den Grundfesten
unserer Zivilisation. Norbert Blüm, 1935-, deutscher Sozialpolitiker, früherer Arbeitsminister, CDU Welch bornierte Gesellschaft: Die
einen zwingt sie zur Null-Arbeit, die anderen zur Voll-Arbeit. Wir leiden an
einer Verkalkung der Arbeitszeit und einer Erstarrung der Tarifverträge. Norbert Blüm, 1935-, deutscher Sozialpolitiker, früherer Arbeitsminister, CDU Lieber befristet arbeiten als
unbefristet arbeitslos zu sein. Bitte um Gottes Segen für Deine Arbeit, erwarte
aber nicht, dass er sie auch noch tut. Häufig leidet man daran, dass man zwar viel
Arbeit, aber keine Aufgabe hat. Reinhold Ruthe, 20. Jh., deutscher Psychologe, Familienberater 1. Arbeit ist eine Ausdrucksform
des Glaubens: Es kann keine Entgegensetzung von Schöpfung Gottes und Arbeit des
Menschen geben, vielmehr haben die Menschen von Gott ein Mandat zu arbeiten
erhalten. 2. Arbeit hat eine naturale Dimension, ist Leben: Die Menschen setzen
sich mit der Natur auseinander, um das physische Überleben zu sichern. Mit
Hilfe der Technik beschaffen wir uns die Güter der Erde, die wir zum Leben
brauchen; dabei sind wir aber in Gefahr, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören.
3. Arbeit hat eine personale Dimension, ist Selbstfindung: Arbeit kann und soll
ein Ort der Menschwerdung des Menschen sein. Selbstfindung geschieht nicht nur
durch den Weg nach innen, sondern auch durch jede sinnvolle Arbeit. 4. Arbeit
hat eine soziale Dimension, ist Kommunikation: Die Arbeit kann und soll dazu
beitragen, dass der Mensch seine schöpferischen Kräfte in den Arbeitsprozess
einbringt, gemeinsam mit anderen seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet und an
Entscheidungsprozessen beteiligt ist. 5. Arbeit hat eine politische Funktion,
ist Kampf: Die politische Aufgabe besteht darin, eine Ethik der wirtschaftlichen
Macht zu entwerfen und zusammen mit den neuen sozialen Bewegungen das
gegenwärtige Wirtschaftsmodell auf mehr Gerechtigkeit hin weiterzuentwickeln. Wissen und kein Beruf schon viel Unheil schuf. Mancher wäre ein Phönix in seinem Beruf
gewesen, hätte er einen Vorgänger gehabt. Das Wichtigste im Leben ist die
Wahl eines Berufes. Der Zufall entscheidet darüber. Immanuel Kant, 1724-1804 , deutscher Philosoph Glücklich der, der seinen Beruf
erkannt hat, er verlange nach keinem anderen Glück. Er hat seine Arbeit und
Lebensaufgabe und wird ihnen obliegen. Der Beruf, den sie sich gewählt
oder der ihnen geworden ist, ist die fortdauernde Schule der Menschen: sie
werden, was sie tun. Ein verfehlter Beruf verfolgt uns
durch das ganze Leben. Man unterziehe sich niemals einer
Berufsarbeit. Tut man das, so wird man schlecht und recht ein Allerweltsmensch,
ein kleines Rädchen im der Maschine des Staatsorganismus. Wohin Gott den Menschen stellt,
dort ist sein Beruf, dort gedeiht er am besten, dort soll er seine Kräfte
entfalten. Friedrich Nietzsche, 1844-1900, deutscher Philosoph und klassischer Philologe Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man
sich, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art anfallen, erlaubterweise
zurückziehen kann Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst
zu kommen. Nur beim Dilettanten decken sich Mensch und Beruf Es ist unfair, den Menschen nach
seinem Beruf abzustempeln, der ihn nicht abstempelt. Unser Berufsleben allein wäre kein sehr glücklicher
Zustand, hätten wir nicht unsere Familie und unser Privatleben daneben. Man kann seinen Beruf auch
verfehlen, indem man ihn ausübt. Antoine de Saint-Exupéry, (Marie Roger Graf von S.-E.), 1900-1944, französischer Schriftsteller und Flieger Einen Beruf haben wir, um
nützlich zu scheinen. Unterwegs zu sein ist des
Menschen eigentlicher Beruf.
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