| Zitate zur Ökumene | |||||
Überwindung der Kirchenspaltung(en)
Wandle vor mir und sei ein
Ganzer. [Gott zu Abraham]
Einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder.
Damit alle eins sind.
Ein neues Gebot gebe
ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe,
damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr
meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Ob sie wollen oder nicht, sie sind unsere Brüder. Sie hören erst auf,
unsere Brüder zu sein, wenn sie aufhören zu sprechen: Vater unser.
In den notwendigen Dingen Einheit, in den
zweifelhaften Freiheit, über allem die Liebe.
Es heißt nicht eine römische, noch nürnbergische oder wittenbergische
Kirche, sondern eine christliche Kirche, wohin denn alle gehören, die an
Christus glauben... Was da nur getauft ist und an Christus glaubt,
gleichviel, er sei aus dem Morgenlande oder Abendlande, so hat keiner einen
Vorteil vor dem anderen. Wir müssen mit dem beginnen, was die Herzen
näher bringt, nicht aber mit Dingen, die zum Streit führen. Wir sind alle Christen, und Augsburg und
Dortrecht machen so wenig einen wesentlichen Unterschied der Religion, als
Frankreich und Deutschland in dem Wesen des Menschen. Die Protestanten sind als Christen unsere
Brüder, als Protestanten unsere Wetzsteine, als Menschen Kinder Gottes.
Der Weg zur Einheit zwischen verschiedenen
christlichen Bekenntnissen ist Liebe, die leider auf beiden Seiten so wenig
geübt wird. Ich darf nicht vergessen, dass auch die
anderen den Heiligen Geist haben.
Wenn man in der Politik befürchtet, dass die
Annäherung zwischen den einen die Entfremdung von den anderen zur Folge
haben kann, so sind in der Kirche Gottes alle Glieder desselben Mystischen
Leibes, dessen Haupt Christus ist, und jede Vermehrung der Liebe zwischen
einzelnen Gliedern wird zur Wohltat für die anderen und für den ganzen Leib.
Aber wo ist diese
Christenheit? Sie kann nie die Stimme wirksam erheben, sie kann keinen
bestimmenden Einfluss auf das Weltgeschehen ausüben zur Durchsetzung der
ewigen Grundsätze unseres Herrn, weil - sie nicht eins ist.
Man hat uns verdächtigt, mit den Katholiken zu
liebäugeln. Das stimmt nicht; wir lieben sie von ganzem Herzen. Wenn die Großen nichts
machen, dann sollen die Kleinen beginnen!
Wenn die Kirchen der Menschheit noch einmal das Bild einer zankenden
Christenheit zumuten, sind sie abgeschrieben.
Ich möchte mich immer mehr von dem
kleinkarierten und unbiblischen Standpunkt konfessionalistischer
Scheuklappen freimachen, ohne aber einem konfessionellen Einheitsbrei
das Wort zu reden. Bruderschaft wird mir immer wichtiger, echte
Christus-Bruderschaft unter dem Kreuz von Golgatha. Wir müssen immer
zwischen dem einzelnen Bruder und den jeweils offiziellen Kirchen
unterscheiden Die Spaltung hat in Deutschland begonnen
und sie muss in Deutschland überwunden werden. Finde dich niemals
ab mit dem Skandal der Spaltung unter den Christen. Arbeite leidenschaftlich
für die Einheit des Leibes Christi
Die Einheit der Christen ist zugleich Zeichen
und Werkzeug für die Einheit der Menschheit. Wenn Christen miteinander beten, erscheint
das Ziel der Einheit näher. Es hat den Anschein, als würde die lange
Geschichte die durch mannigfache Zersplitterung gezeichneten Christen wieder
zusammengefügt, wenn sie nach jener Quelle ihrer Einheit strebt, die
Christus ist.
Ökumene bedeutet ein
gegenseitiges Geben und Nehmen, einen Austausch der Gaben.
Die Spaltung der
Christen ist ein Skandal für die Welt und ein Hindernis bei der Verkündigung
des Evangeliums. In der Rückschau auf die Spaltungen entsteht
immer wieder der Eindruck, dass in den kritischen Momenten, in denen sich
die Spaltung anbahnte, von seiten der Verantwortlichen in der Kirche nicht
genug getan worden ist, um Versöhnung und Einheit zu erhalten oder zu
gewinnen. Wie die Heiligkeit, so scheint uns auch die
Katholizität der Kirche fragwürdig. Der eine Rock des Herrn ist zerrissen
zwischen den streitenden Parteien, die eine Kirche auseinander geteilt in
die vielen Kirchen, deren jede mehr oder minder intensiv in Anspruch nimmt,
allein im Recht zu sein. Und so ist die Kirche für viele heute zum
Haupthindernis des Glaubens geworden. Sie vermögen nur noch das menschliche
Machtstreben, das kleinliche Theater derer in ihr zu sehen, die mit ihrer
Behauptung, das amtliche Christentum zu verwalten, dem wahren Geist des
Christentums am meisten im Wege zu stehen scheinen. Es gibt in allen christlichen
Kirchen eine gemeinsame christliche Basis, die vielleicht wichtiger als
alles Trennende ist.
Ökumene ist kein Verarmungsprozess und kein
Verlustgeschäft, noch weniger ist sie ein Ausverkauf; sie ist ein
Mehrungsprozess, ein Lernprozess, ein Zugewinn und ein Prozess der
gegenseitigen Bereicherung.
Es ist ein Missverständnis, den
katholisch-orthodoxen Dialog nur als eine innerkirchliche Angelegenheit zu
sehen. Dieser Dialog hat auch eine enorme politische und gesellschaftliche
Bedeutung. Letztlich ist ganz Europa von der Spaltung in Ost- und Westkirche
geprägt.
Würde Martin Luther heute seine Anliegen von
damals einbringen, dann käme es gar nicht mehr zu einer Reformation. Zur
Kirchenspaltung: Dass es dazu gekommen ist, ist auch eine Schuld unserer
Kirche. Wir hätten einfach hellhöriger sein müssen.
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